Neueste Kommentare

Über diesen Blog

Blog erstellen

Kalender

January 2012
M T W T F S S
            1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31          
<< < > >>

Links

Wednesday, 1. october 2008 3 01 /10 /Okt. /2008 23:18
3.Kapitel

Als Mr Bundt und ich im Hausflur standen und uns verabschieden wollten, überreichte er mir einen kleinen ledernen Beutel. “ Ich hänge ihn dir nur zum Schutz um nehme nicht ab egal wer es verlangt und warum. Ganz besonders in dieser Nacht nicht. Und auf gar keinen Fall öffnen!” Ich schaute ihn verdutzt an. “ Vor wem soll es mich beschützen?” Der alte Mann lächelte mich an und sagte: “ Je weniger du noch weißt, desto besser für uns alle. Mache dir keine Sorgen.” Er ließ mich stehen und verschwand hinter seiner Tür. Wie in Trance ging ich in meine Wohnung. Auf dem Weg dort hin spürte ich das Gewicht des Beutels. So seltsam es klingen mag aber ich fühlte mich beschützt durch diesen kleinen Lederbeutel. Ich kann nicht mehr sagen was alles in meinem Kopf vorging als ich mich in meinen Sessel fallen ließ, aber es war wohl zu fiel. Denn bald schlief ich erschöpft ein.
Es roch nach Schwefel und war heiß sehr heiß. ́Deine Bude brennt `dachte ich und sprang auf. Ich war nicht in meiner Wohnung, aber wo war ich? Der Schwefelgeruch war so intensiv das ich kaum atmen konnte. Ich sah mich um. Ich sah das ich in einer Höhle stand. Ich wusste nicht wie, aber ich stand in einer riesigen Höhle. Die Wände waren in rotes Licht getaucht, dass aus einem Graben vor mir kam. Ich wollte hinein sehen kam aber nicht dicht genug ran, denn je dichter ich kam desto größer wurde die Hitze. Ich wich zurück. Ich hatte angst Das meine Kleidung Feuer fing. In einiger Entfernung vom Graben war es deutlich kühler. Ich sah mir die Höhlenwände genauer an. Es waren deutlich viele Zeichnungen zu sehen. Ich ging dichter heran um sie mir genauer an zu sehen. Die Gedanken wie ich hier her kam schienen wie weggeblasen. Die Neugier und der Entdeckerdrang waren hatten wohl die Kontrolle übernommen. Ich schaute mir die Zeichnungen an. Es waren keine primitiven Höhlenmalereien, sondern irgendwie eine art mittelalterlicher Comic. Aber auch das geschriebene kam nicht zu kurz. Die Texte waren in einer fremden Schrift verfasst. Ich befasste mich also mit den Zeichnungen. Man hatte sich hier sehr viel mühe gegeben. Ich sah zwei Drachen die mit einander kämpften. Dabei spieen sich gegenseitig Feuer entgegen. Der eine Drache war weiß der andere rot. Unter den beiden schien ein See zu liegen. Ich war so vertieft in die Zeichnung das ich nicht merkte wie es in der Höhle immer heller wurde. Ich wandte mich nach rechts um die Nächste Zeichnung einzuverleiben. Als hinter mir eine tiefe und donnernde Stimme ertönte. “ Spannend oder?” Ich drehte mich langsam um. Die Stimme war Ehrfurcht einfössend. Dann sah ich den Sprecher. Es war ein rote Drache.
“ Keine Angst. Wie kommst du hier her und wer hat dich geschickt?” Die Stimme war gewaltig und man spürte sie mehr als das man sie hörte. “ Ich, ich , ich weiß. Keine Ahnung.” Der Drache schien zu glühen. Seine Schuppen glänzten als wären sie mit Chinalack überzogen. Er richtete sich auf. Der Drache war riesig und reichte bis fast an die Kuppel der Höhle. “ Sieh dich um! Die Vergangenheit, die Gegenwart aber auch die Zukunft findest du hier an diesen Wänden.” Mit diesen Worten donnerte ein Feuerstrahl aus seinen Nüstern. Es wurde taghell in der Höhle. Ich staunte, denn die Wände waren voll von Schriften und Zeichnungen. Sie verschwanden in dem Moment als der Feuerstrahl des Drachen erlosch. “ Wir werden uns wieder sehen, Cliff” Damit verschwamm das Bild des Drachen. Ich schien zu fallen. Es war aber eher ein sanftes herab schweben als ein fallen. Ich hatte keine Angst davor irgend wo aufzuschlagen. Es war ein sehr angenehmes Gefühl, so durch die Dunkelheit zu schweben.
Aber genauso abrupt wie es begann genau so endete es auch. Ich sah einen hellen Lichtpunkt, der schneller größer wurde und auf mich zu flog. Ich konnte einen Mann im Sessel erkennen. Doch bevor mir klar wurde, das ich dieser Mann war, knallte ich in dieses Bild. Ich öffnete die Augen. Ich war in meinem Wohnzimmer , sass immer noch im Sessel, als hätte ich mich nicht bewegt. Ich rief mir die letzten Bilder meines Traumes ins Gedächtnis zurück. Der Mann im Sessel....... Ist es möglich das ich meinen Körper im Traum verlassen habe. Die Gedanken drehten sich. Erst jetzt wurde mir klar wie Selbstverständlich ich heute alles hin genommen hatte. Einen kurzen Augenblick wahr ich der Meinung das es besser wäre, das alles auf sich beruhen zu lassen. Aber nur einen sehr kurzen Augenblick. Dann siegte die Neugier. Ich fasste mir an den Hals. Der Lederbeutel hing noch an seinem Platz. Als ich ihn berührte floss eine warme beruhigende Energie durch meinen ganzen Körper. Ich wurde müde und beschloss ins Bett zu gehen. Ich zog mich aus und kuschelte mich in mein Bett. Ich schlief schnell ein und diesmal war es ein erholsamer und tiefer Schlaf.
Verdammte Neugier, hätte ich nur auf meine Zweifel gehört. Wer weiß, vielleicht wäre gar nichts passiert, oder wir alle könnten uns jetzt nicht meine Geschichte anhören.

Wer weiß!
von M A R T I N - veröffentlicht in: Das Geschenk
Kommentar hinzufügen - Kommentare (1)ansehen
Wednesday, 1. october 2008 3 01 /10 /Okt. /2008 23:17
2. Kapitel


Ich hatte die Zeit vergessen um anzurufen. Das klingeln meines Telefons riss mich aus meiner Recherche. Hastig ging ich ran:” Cassedy!” Am anderen Ende der Leitung hörte ich eine angenehme Frauenstimme:” Cliff Cassedy?” “ Einen anderen gibt es hier nicht.” Ich versuchte meine Neugierde zu überspielen. Ich mußte mich zusammen reißen, so das ich die Anruferin nicht mit Fragen bombardierte. “ Sie müssen uns entschuldigen, das wir so geheimnisvoll vorgehen, aber es ist nicht ganz ungefährlich für uns.” Nicht ungefährlich, was sollte das denn bedeuten. Die Anruferin sprach weiter: “ Haben sie schon darüber nachgedacht, ob sie die Einladung wahr nehmen?” Ich weiß bis heute nicht warum ich diese Frage bejahte, aber ich tat es. “ Ja ich komme. Wie sind sie auf mich gekommen?” die Anruferin wurde hektisch: “ Bitte Mr. Cassedy, nicht am Telefon.” Mit diesen Worten legte sie auf. Wie ein Fan von der Artus Sage hörte sie sich nicht an und warum sollte es gefährlich sein? Es wurde immer mysteriöser. Da es eine Frau war glaubte ich das ich mit Joy Mable geredet hatte. Ich nahm den zweiten Brief zur Hand und wählte die Nummer die auf ihm stand. Es klingelte aber keiner ging ran. Ich versuchte es noch ein zweites mal aber wieder nichts. Jetzt wurde mir bewusst das ich eigentlich am nächsten Morgen wieder zur Arbeit mußte. Mit dem Telefon in der Hand überlegte ich. Mein Entschluss stand fest. Ich wählte die Nummer meines Chefs. Mit schwacher Stimme meldete ich mich bei ihm krank. Er glaubte mir und wünschte mir eine gute Besserung. Nun stand meiner Reise nach Colchester nichts mehr im Wege. Ich stellte den Fernseher an, um mich ein wenig abzulenken. Es gelang mir nicht wirklich. Immer wieder musste ich an die Vorkommnisse der vergangenen zwei Stunden denken. Ich zog mich an, um noch ein wenig frische Luft zu schnappen. Ich trat vor meine Wohnungstür. Es dämmerte schon. Solche Spaziergänge machte ich Damals öfter. Sie halfen mir beim denken. Ich atmete die schwüle und Gewitter geschwängerte Luft ein und machte mich auf den Weg in den nahe gelegenen Park. Am Himmel waren schon schwere Regenwolken zu sehen. Trotzdem, oder gerade deswegen freute ich mich auf eine Abkühlung. Ich liebte den Duft von frischem Regen. Als ich den Park erreichte begann es schon ein wenig zu tröpfeln. Schnell wurde es ein heftiger Schauer, mit dicken Tropfen. In der Ferne hörte ich ein leises Grummeln. Ich sog die Luft in mich ein. Es duftete herrlich nach nassem Laub und feuchten Gras. Jetzt wurde es selbst mir zu nass und ich lief zu einer kleinen offenen Hütte. Es goss wie aus Eimern. Ein greller Blitz ließ mich zusammen zucken, kurz darauf folgte ein gewaltiger Donnerschlag. Es war vielleicht doch keine so gute Idee die sichere Wohnung zu verlassen. Der Regen nahm zu. Die Sicht lag unter Fünfzig Meter. Mit einem mulmigen Gefühl rückte ich weiter in die Mitte der Hütte, wo sich eine Grillstelle aus Roten Ziegeln befand. Ich blickte wieder nach draußen. Es sah so aus als würde ich noch ein bisschen warten müssen. Mit einem solchen Sommergewitter hatte ich nicht gerechnet. Ich kniff die Augen zusammen. Schemenhaft machte ich eine Person aus die langsam auf mich zukam. Noch so ein Wahnsinniger Regenanbeter wie ich dachte ich. Aber, als die Figur näher kam sah ich das sie ein wenig schlauer war als ich. Er oder sie hatte einen großen Schirm mit. Immer näher kam der Schirmträger, ich versuchte mehr zu erkennen, aber der Schirm wurde wie ein Sichtschutz in meine Richtung gehalten. Nicht in böser Absicht den der Besucher bekam den Regen vom Wind entgegen geblasen. Jetzt war klar auch er wollte in die Hütte. Als er die Hütte betrat sah ich eine in Ölzeug gekleidete Person mir gegenüber. Mit dem nächsten Blitz erkannte ich ihn. Es war der verrückte Mr. Bundt. War er mir gefolgt? “ Kein Wetter für Wanderungen.” sprach er und grinste. “ Was machen sie hier?” das grinsen wurde noch breiter. Er schüttelte den Schirm bevor er antwortete: “ Passe auf sie auf. Damit sie gesund bleiben.” Er wühlte unter seinem Ölzeug, in dem er aus sah wie ein Klabautermann, eine Pfeife hervor und zündete sie an. Paffend sah er mich an und schmauchte mir eine dicke Wolke entgegen. “ Haben einen Brief gekriegt?” sagte er Wortkarg. “ Ja, habe ich. Was haben sie damit zu tun? Wer sind sie eigentlich?”Er nahm noch ein paar Züge aus seiner nach Anis riechenden Pfeife und setzte sich an die Grillstelle. “ Wollen mal ein Feuerchen machen. “ Er blieb mir eine Antwort schuldig und machte sich daran Feuerholz, das er unter der Feuerstelle hervor kramte, aufzustapeln. “ Ist zu kalt zum reden.” Mit den Worten holte er einen kleinen braunen Lederbeutel heraus und öffnete ihn. Ich kramte in meinen Taschen um ihn ein Feuerzeug zu geben. Was aber völlig unnötig war. Er nahm mit zwei Fingern eine Prise aus dem Beutel und ließ sie auf das Feuerholz rieseln. Kurz darauf, mit einem puffendem Knall, loderte ein wohliges Feuer vor uns. “ Mund zu, wegen der Fliegen. “ sprach er lachend. Ich hatte den Mund wirklich offen. Einfach so hatte Feuer gemacht. “ Wie haben sie....?” Er hob nur die Hand und stoppte so meine Stotterei. “ Das ist ein uraltes Rezept. Nichts besonderes.” dabei zeigte er auf den Beutel und steckte ihn wieder ein. Er setzte sich auf einen Holzstamm. “ Setzen bitte.” Immer noch staunend setzte ich mich zu ihm. “ Nur die Ruhe, werde dir Antworten geben. Nicht alle, aber ein Paar.” Er nahm einen tiefen Zug aus seiner Pfeife und bließ ihn in einer dicken Wolke von sich. “ Du wolltest wissen wer du bist? Genau will ich dir das nicht sagen. Dazu wird es andere geben.” Wieder nahm er einen tiefen Zug. “ Eines sage ich dir aber.” Er schaute mir tief in die Augen, so das ich das Gefühl hatte er wollte in mich hinein schauen. “ Ja. Kein Zweifel möglich. Ich bin mir Tod sicher.” Eigentlich fehlte nur noch der Trommelwirbel. Er machte es sehr spannend. “ Du hast seine Augen.” “ Wessen Augen habe ich?” Es schien ihn nicht leicht über die Lippen zu kommen. “ Die deines Vaters!” Mein Vater war tot. Er starb als ich noch ein Baby war. “ Sie kannten meinen Vater?” Möglich erschien es mir, vom alter her. “ Kennen ist vielleicht übertrieben. Sagen wir ich habe ihn ein Stück seines Weges begleitet.” Ich wusste damals sehr wenig über meinen Vater, eigentlich nichts. Meiner Mutter konnte ich bis zu ihrem Tod nicht viel über ihn entlocken. “ Erzählen sie mir über ihn.” Er sah mich noch ernster an. “ Viel darf ich dir noch nicht erzählen. Aber nur so viel. Er war ein sehr mutiger und heldenhafter Mann, auf den du sehr stolz sein kannst.” Er schaute nach draussen und paffte weiter. Meine Gedanken fuhren Karussell in meinem Kopf. “ Du solltest wissen das wir dich schon seit frühster Jugend beobachten und beschützen.” Die nächste Bombe war geplatzt. “ Wie? Wer sind wir?” Er stand auf und sah mich an. “ Morgen, morgen wirst du alles oder zumindest das meiste erfahren. Wir sind die Wächter des roten Drachen. Komm es hat aufgehört wir gehen nach Haus.” Ich wusste irgendwie das ich nicht mehr von ihm erfahren würde. So schwieg ich auf dem Rückweg. Meine Gedanken allerdings waren kurz davor einen Kurzschluss zu verursachen. Was würde ich wohl erfahren?
von M A R T I N - veröffentlicht in: Das Geschenk
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Wednesday, 1. october 2008 3 01 /10 /Okt. /2008 23:15
1. Kapitel

Ich will meine Geschichte erzählen. Mein Name ist Cliff Cassedy. Vielleicht wird ihnen an meiner Geschichte vieles unglaubwürdig erscheinen, dennoch es ist so passiert. Unglaublich aber nicht sehr weit her geholt. Ich bin heute ein alter Mann, aber damals war ich jung. Jung und nicht sehr leicht zu beeindrucken. Meine Geschichte beginnt vor etwa 40 Jahren, ich war damals 25 und neugierig. Ich arbeitete damals als Klempner in der nähe von London. Hätte ich damals gewusst was ich heute weiß ich hätte niemals einen besuch im Tintagel gewagt.
Aber ich beginne lieber von Anfang.
Es war ein trüber Montag im Sommer. Es war einer der Tage an denen man lieber liegen geblieben wäre. Ich war ganz normal zur Arbeit gegangen. Jetzt auf dem Weg nach Hause , spürte ich wie dieser Tag mich schlauchte. Ich steuerte meinen Mini-Cooper auf meinen Parkplatz vor meiner Wohnung. Ich drehte den Schlüssel und spürte wie der Motor verstummte. Einen Augenblick sass ich noch im Wagen, ich hatte mit Absicht kein Radio angemacht und genoss den Augenblick der Ruhe. Als plötzlich jemand an meine Scheibe klopfte. Ich erschrak und blickte in das Gesicht meines Nachbarn. Ein sehr merkwürdiger Mensch. Sein Name war James, James Bundt. Lange Haare die er meist zu einem Zopf zusammen band, aber keineswegs ungepflegt. Er trug immer lange Leinenhemden mit einem breitem Ledergürtel. Er war schon ein Sonderling und galt in der ganzen Nachbarschaft als verrückter, übrig gebliebener aber harmloser Hippie. Er lebte sehr zurück gezogen und sprach eigentlich nie mit jemanden. Und nun stand er an meiner Autotür und starrte mich aus seinen behaarten Gesicht an. Wir sahen uns an und nach einem kurzen Augenblick lächelte er mich an und nickte. Ich war verwirrt. Mr. Bundt drehte sich um und wollte gehen. Ich versuchte so schnell wie möglich aus meinem Wagen zukommen, verhedderte mich aber an meinem Gurt. Ich wollte diesen alten Kauz fragen was er wollte, aber statt dessen fiel ich der Länge nach hin. Ich sah hoch und sah nur noch wie der Bärtige im Hauseeingang verschwand. Dabei lachte er. Ich lag immer noch neben meinem Auto. Jetzt wurde mir bewusst das ich eine unheimlich lächerliche Figur abgab, so auf dem Boden liegend. Peinlich berührt schaute ich mich um, sah aber Gott sei dank niemanden. Was wollte der Alte? Ich beschloss der Sache auf den Grund zu gehen, wie gesagt ich war damals sehr neugierig. Ich rappelte mich auf, schloss meinen Mini ab und ging ihm hinterher. Damals wohnte ich in einem Altbau mit knarrenden Treppen und schiefen Wänden. Im Hausflur war es schummrig, irgendwie unheimlich. Der alte Mr. Bundt wohnte in der Wohnung unter mir. Wenn man an ihr vorbei ging roch es immer merkwürdig, so das einige meinten das er Haschisch rauchen würde. Das tat er aber nicht. Es roch nicht unangenehm nach Kräutern. Und als ich vor seiner Tür stand sog ich den Duft durch die Nase ein und genoss es fast. Es roch nach einer Mischung aus verschiedenen Sachen. Einen Augenblick verweilte ich und versuchte die einzelnen Kräuter heraus zu riechen, es gelang mir aber nicht. Ich hob die Hand und wollte klopfen, als die Tür sich einen Spalt öffnete. Der Geruch wurde noch intensiver , so das er mir fast den Atem raubte. Durch den etwa zehn Zentimeter breiten Spalt sah ich den alten Mr. Bundt. “ Jetzt noch nicht mein Junge. Die Zeit ist noch nicht ganz reif, aber du bist es!” hörte ich ihn krächzen. Erst jetzt fiel mir auf das ich ihn das erste mal sprechen hörte. Etwas verwirrt fragte ich ihn: “ Wer bin ich?” Statt einer erwarteten Antwort hörte ich ihn kichern. Ich fühlte mich ein wenig veräppelt und wollte mich grad um drehen, als er doch antwortete: “ Wen du es nicht weißt wer dann? Bald schon sehr, sehr bald, wirst du erfahren wer oder was du bist. Jetzt geh und sieh nach.” mit diesen Worten knallte die Tür zu. Ich stand davor und wusste nicht was ich davon halten sollte. `Sieh nach`. Wonach sollte ich sehen. Ich beschloss das der alte Kauz doch Drogen verkonsumierte und machte mich auf den Weg in meine Wohnung. Ich schloss meine Wohnungstür auf und freute mich auf eine heiße Dusche, als mir ein Brief auffiel der offensichtlich unter der Tür durch geschoben wurde. Ich hob ihn auf und sah ihn mir an. Er hatte diesen antik Look und war marmoriert. Der Brief war nicht wie normaler weise verklebt, sondern wie früher mit einem Wappensiegel verschlossen. Ich sah mir das rote Siegel an. Ein Drachen war zu sehen der eine seiner mit Krallen bewehrte Pranke hob als würde er grüßen. Auf der anderen Seite des Briefes stand in grossen verschnörkelten Lettern, mein Name. Ich fühlte mich irgendwie merkwürdig. Es war das Gefühl das man hat wenn man spürt das etwas Grosses passiert. So würde es auch geschehen. Doch damals konnte ich solche Zeichen nicht deuten und so brach ich das Siegel auf ohne auf meine Gefühle zu achten. In dem Umschlag lag eine Karte. Sie sah aus als wäre sie älter als ich damals. Ich nahm sie heraus und begann zu lesen.
“ Einladung zur Eröffnung” stand als Überschrift der Karte. “ Zur Eröffnung unserer Begegnungsstätte `Tintagel`möchten wir sie auf das Herzlichste einladen. Am Dienstag um 20.00 Uhr erwarten wir sie in Colchester am Bahnhof ein Wagen wird sie dann ins Tintagel bringen. In kürze werden wir uns mit ihnen in Verbindung setzen, um ihnen die Details zu erklären. Mit freundlichen Grüßen Joy und Richard Mable. “
Wer waren diese Leute, ich kannte sie nicht. Ich schaute auf die Uhr, 17.00 Uhr. In Gedanken vertieft zog ich mich aus, um unter der Dusche den Tag wegzuspülen. Das Wasser war sehr heiß, genau um den Dreck und schlechte Laune zu vertreiben. Im Bad sammelte sich der Wasserdampf und Scheiben und Spiegel beschlugen. Es sah bizarr aus als ich, nachdem ich die Dusche ausstellte, in den Raum schaute. Der Wasserdampf formte sich zu den merkwürdigsten Figuren, die allerdings verschwanden als ich mir mein Badelaken überwarf. So stand ich vor dem Spiegel, der völlig beschlagen war. Ich wischte mit der Hand darüber, im gleichen Augenblick sah ich eine schwarze Gestalt im Spiegel hinter mir stehen. Ich wirbelte herum. Das Herz zum Hals schlagend sah ich nichts. `Ganz ruhig, deine Gedanken spielen dir einen Streich.`dachte ich so bei mir, als ich ein Geräusch im Flur hörte. War jemand in meine Wohnung eingebrochen? Langsam öffnete ich die Badezimmertür und spähte, mit nichts außer einem Handtuch auf dem Leib, hindurch. Aber wieder nichts zu sehen. Ich öffnete die Tür ganz und sah das ein weiterer Brief auf dem Boden lag. Das war das Geräusch. Aber wer hat ihn durch den schlitz gesteckt? Ich beeilte mich an die Haustür zu kommen. Gar nicht so einfach wenn man mit nassen Füßen über Parkettfußboden glitscht. Ich kam ohne Unfall an der Tür an und öffnete sie. Niemand war zu sehen oder zu hören. Ich schloss die Tür. Bestimmt der verrückte Mr. Bundt. Ich zog mir etwas bequemes an, nahm den zweiten Brief, setzte mich in meinen Sessel und öffnete ihn. Er sah genauso aus wie der Erste, wieder mit einem roten Drachensiegel. Innen war nur eine Karte mit einer Telefonnummer und der Aufforderung um 19.00 Uhr anzurufen. Die Sache wurde immer unheimlicher. Eben war noch alles normal und dann ohne Vorwarnung änderte sich alles. Was wollten wildfremde Menschen von mir? Woher kannten sie mich? Wieso ich? Das waren mir eindeutig zu viele Fragen und zu wenig klare Antworten. Meine Neugier siegte und ich faste den Entschluss den Anruf zu tätigen. Ein knurrendes Geräusch aus der Magengegend erinnerte mich daran das in meinem Kühlschrank eine leckere Lasagne darauf wartete erwärmt und verspeiste zu werden. Ich stellte meine Mikrowelle auf vier Minuten und drückte auf Start. Meine Gedanken kreisten um die beiden Briefe. Eine Sache kam mir irgendwie bekannt vor, Tintagel der Name ließ es bei mir klingeln. Ich kam nur nicht drauf woher mir dieser Name bekannt war. Ich beschloss gleich nachzuschlagen. In dem Moment riss mich das klingeln der Mikrowelle aus meinen Gedanken. Die heiße und lecker riechende Mahlzeit in der Hand ging ich ins Wohnzimmer. Ich begann zu essen, doch die Gedanken ließen es nicht zu das ich mich auf das Mahl konzentrierte. Ich holte mir ein Lexikon und schlug nach. Tintagel, da war es. “ Tintagel ist ein bei Touristen beliebtes Ziel. Besonders Sehenswert Tintagel Castel, das ́der Sage nach König Arthur zu geschrieben, viele hielten es für Kamelott.” Arthur! Die Geschichte faszinierte mich schon seit frühster Jugend. Warum sollte jemand eine Begegnungsstätte Tintagel nennen, doch nur wenn derjenige Interesse an der alten Sage hat. Ich nahm ein zweites Nachschlagewerk, dort stand: “ In der Nähe der alten Festung gibt es einen Ort der `Merlińs Cave`genannt wird. Der Sage nach ist es eine Brandungshöhle in der der legendäre Merlin meditierte und schmiedete die Pläne zur heiligen Hochzeit von Ygerna und Uther Pendragon.” Jetzt war ich sicher das die ganze Sache mit der Artussage zutun hatte. Wie viel sollte mir später noch schmerzlich bewusst werden. Meine Lasagne war in zwischen nur noch lauwarm, ich aß sie trotzdem. Jetzt war ich noch neugieriger als vorher. Ich schaute auf die Uhr etwas mehr als eine Stunde war noch zeit, bis zu diesem Telefonat. Ich versuchte alles an Informationen zu bekommen was mir möglich war. Bald würde ich mehr erfahren als es mir war.
von M A R T I N - veröffentlicht in: Das Geschenk
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Erstellen Sie einen Blog auf OverBlog - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden - Impressum