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Wednesday, 1. october 2008 3 01 /10 /Okt. /2008 23:18
3.Kapitel

Als Mr Bundt und ich im Hausflur standen und uns verabschieden wollten, überreichte er mir einen kleinen ledernen Beutel. “ Ich hänge ihn dir nur zum Schutz um nehme nicht ab egal wer es verlangt und warum. Ganz besonders in dieser Nacht nicht. Und auf gar keinen Fall öffnen!” Ich schaute ihn verdutzt an. “ Vor wem soll es mich beschützen?” Der alte Mann lächelte mich an und sagte: “ Je weniger du noch weißt, desto besser für uns alle. Mache dir keine Sorgen.” Er ließ mich stehen und verschwand hinter seiner Tür. Wie in Trance ging ich in meine Wohnung. Auf dem Weg dort hin spürte ich das Gewicht des Beutels. So seltsam es klingen mag aber ich fühlte mich beschützt durch diesen kleinen Lederbeutel. Ich kann nicht mehr sagen was alles in meinem Kopf vorging als ich mich in meinen Sessel fallen ließ, aber es war wohl zu fiel. Denn bald schlief ich erschöpft ein.
Es roch nach Schwefel und war heiß sehr heiß. ́Deine Bude brennt `dachte ich und sprang auf. Ich war nicht in meiner Wohnung, aber wo war ich? Der Schwefelgeruch war so intensiv das ich kaum atmen konnte. Ich sah mich um. Ich sah das ich in einer Höhle stand. Ich wusste nicht wie, aber ich stand in einer riesigen Höhle. Die Wände waren in rotes Licht getaucht, dass aus einem Graben vor mir kam. Ich wollte hinein sehen kam aber nicht dicht genug ran, denn je dichter ich kam desto größer wurde die Hitze. Ich wich zurück. Ich hatte angst Das meine Kleidung Feuer fing. In einiger Entfernung vom Graben war es deutlich kühler. Ich sah mir die Höhlenwände genauer an. Es waren deutlich viele Zeichnungen zu sehen. Ich ging dichter heran um sie mir genauer an zu sehen. Die Gedanken wie ich hier her kam schienen wie weggeblasen. Die Neugier und der Entdeckerdrang waren hatten wohl die Kontrolle übernommen. Ich schaute mir die Zeichnungen an. Es waren keine primitiven Höhlenmalereien, sondern irgendwie eine art mittelalterlicher Comic. Aber auch das geschriebene kam nicht zu kurz. Die Texte waren in einer fremden Schrift verfasst. Ich befasste mich also mit den Zeichnungen. Man hatte sich hier sehr viel mühe gegeben. Ich sah zwei Drachen die mit einander kämpften. Dabei spieen sich gegenseitig Feuer entgegen. Der eine Drache war weiß der andere rot. Unter den beiden schien ein See zu liegen. Ich war so vertieft in die Zeichnung das ich nicht merkte wie es in der Höhle immer heller wurde. Ich wandte mich nach rechts um die Nächste Zeichnung einzuverleiben. Als hinter mir eine tiefe und donnernde Stimme ertönte. “ Spannend oder?” Ich drehte mich langsam um. Die Stimme war Ehrfurcht einfössend. Dann sah ich den Sprecher. Es war ein rote Drache.
“ Keine Angst. Wie kommst du hier her und wer hat dich geschickt?” Die Stimme war gewaltig und man spürte sie mehr als das man sie hörte. “ Ich, ich , ich weiß. Keine Ahnung.” Der Drache schien zu glühen. Seine Schuppen glänzten als wären sie mit Chinalack überzogen. Er richtete sich auf. Der Drache war riesig und reichte bis fast an die Kuppel der Höhle. “ Sieh dich um! Die Vergangenheit, die Gegenwart aber auch die Zukunft findest du hier an diesen Wänden.” Mit diesen Worten donnerte ein Feuerstrahl aus seinen Nüstern. Es wurde taghell in der Höhle. Ich staunte, denn die Wände waren voll von Schriften und Zeichnungen. Sie verschwanden in dem Moment als der Feuerstrahl des Drachen erlosch. “ Wir werden uns wieder sehen, Cliff” Damit verschwamm das Bild des Drachen. Ich schien zu fallen. Es war aber eher ein sanftes herab schweben als ein fallen. Ich hatte keine Angst davor irgend wo aufzuschlagen. Es war ein sehr angenehmes Gefühl, so durch die Dunkelheit zu schweben.
Aber genauso abrupt wie es begann genau so endete es auch. Ich sah einen hellen Lichtpunkt, der schneller größer wurde und auf mich zu flog. Ich konnte einen Mann im Sessel erkennen. Doch bevor mir klar wurde, das ich dieser Mann war, knallte ich in dieses Bild. Ich öffnete die Augen. Ich war in meinem Wohnzimmer , sass immer noch im Sessel, als hätte ich mich nicht bewegt. Ich rief mir die letzten Bilder meines Traumes ins Gedächtnis zurück. Der Mann im Sessel....... Ist es möglich das ich meinen Körper im Traum verlassen habe. Die Gedanken drehten sich. Erst jetzt wurde mir klar wie Selbstverständlich ich heute alles hin genommen hatte. Einen kurzen Augenblick wahr ich der Meinung das es besser wäre, das alles auf sich beruhen zu lassen. Aber nur einen sehr kurzen Augenblick. Dann siegte die Neugier. Ich fasste mir an den Hals. Der Lederbeutel hing noch an seinem Platz. Als ich ihn berührte floss eine warme beruhigende Energie durch meinen ganzen Körper. Ich wurde müde und beschloss ins Bett zu gehen. Ich zog mich aus und kuschelte mich in mein Bett. Ich schlief schnell ein und diesmal war es ein erholsamer und tiefer Schlaf.
Verdammte Neugier, hätte ich nur auf meine Zweifel gehört. Wer weiß, vielleicht wäre gar nichts passiert, oder wir alle könnten uns jetzt nicht meine Geschichte anhören.

Wer weiß!
von M A R T I N - veröffentlicht in: Das Geschenk
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